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Wolfgang M. Schmitt- Transhumaner Rassismus: Das Ende der Menschlichkeit im Science- Fiction- Film

6. Februar-18:00 - 20:00

Gegenwärtig scheint es, als würde der Rassismus der Vergangenheit auch die Zukunft bestimmen. Doch was, wenn zugleich ein neuer Rassismus, beflügelt vom technischen Fortschritt, entsteht, der alte Paradigmen hinter sich lässt, aber nicht minder gefährlich ist?

Das Science-Fiction-Kino vermittelt uns eine Ahnung von dem, was auf uns zukommen könnte. Während in Ridley Scotts „Blade Runner“ die Bevölkerung in Cyborgs und Menschen unterteilt wird, erzählt die Fortsetzung von Denis Villeneuve bereits von den letzten Tagen des Menschen. Zugleich erleben wir, dass die transhumanistische Ideologie, wonach der Mensch optimiert oder gar überwunden werden soll, immer mehr Anklang findet. Phantasien von einem technisch aufgerüsteten ‚Übermenschen‘ werden salonfähig, was jedoch immer, auch wenn es von Transhumanisten weitgehend unausgesprochen bleibt, impliziert, dass es so etwas wie einen ‚Untermenschen‘ gibt.

Was vor wenigen Jahren noch der dystopische Stoff war, aus dem Science-Fiction-Filme wie „RoboCop“ gemacht waren, ist nun dabei, real zu werden. Vom Racial Profiling des Überwachungsstaats ist es nur ein kleiner Schritt, bis durch Gesichtserkennungstechniken der Mensch, wie wir ihn kennen, als Auslaufmodell begriffen und letztendlich bekämpft wird. Insofern sind die Flüchtlinge die „Boten des Unglücks“ (Bertolt Brecht), schließlich mussten sie bereits die Vermessung ihres Körpers mithilfe von Roentgenuntersuchungen über sich ergehen lassen.

Der Filmkritiker und YouTuber Wolfgang M. Schmitt, bekannt durch seinen YouTube-Kanal „Die Filmanalyse“ (youtube.com/filmanalyse), analysiert in seinem Vortrag, wie die Science-Fiction-Dystopien bittere Realität werden. Das Kino nimmt den transhumanen Rassismus vorweg – und sollte uns eine Mahnung sein.

Die Veranstaltung findet statt in der Uni Bielefeld; Hörsaal 2.
Eintritt Frei.

Details

Datum:
6. Februar
Zeit:
18:00 - 20:00

Veranstalter

AStA

Veranstaltungsort

Hörsaal 2, Uni Bielefeld
Universitätsstr. 25
Bielefeld,
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