Kleiderspenden für Moria 2.0

Am 04.11 von 15-18 Uhr und am 10.11 von 14-17 Uhr (wird ausgesetzt) wird es eine neue Kleiderspendenaktion für Moria 2.0 geben. Ihr könnt an besagten Terminen eure Kleidung vor dem Kulturhaus Bielefeld (Werner-Bock-Str. 34c) an der Sammelstelle abgeben. Wir sortieren sie und machen sie zur Abfahrt bereit.

Benötigt werden vor allem Winterkleidung, Jacken und Mäntel und Männerkleidung.

WICHTIG!: Bitte haltet euch an die aktuellen Corona-Regeln! Trefft euch NICHT als Gruppe aus verschiedenen Haushalten, tragt eine Maske und haltet Abstand!

Bafög ab Oktober

1. Bafög möglichst schnell auch ab Oktober beantragen

Normalerweise gibt es bei Studienanfänger*innen erst ab dem Monat des Vorlesungsbeginns auch Anspruch auf Unterstützung durch Bafög. Obwohl der Vorlesungsbeginn für Erstis offiziell am 2. November liegt, ist es jedoch dieses Wintersemester möglich, auch schon für den Oktober Bafög zu erhalten. Also schon ab Oktober Bafög beantragen und dies auch möglichst bald, denn die Bearbeitung braucht immer Zeit. Auch kann zur Fristwahrung dieses Formblatt eingereicht werden: http://www.studierendenwerk-bielefeld.de/fileadmin/content/documents/BAfoeG/Formulare/Formloser_BAfoeG-Antrag_zur_Fristwahrung.pdf oder es reicht vorerst das Formblatt 1 einzureichen und alles andere nachzureichen.

2. Neue Formblätter benutzen

Es gibt neue Formblätter, zu finden entweder vor dem Sekretariat des Bafögamtes im UHG in C2-200 oder online unter https://www.xn--bafg-7qa.de/de/alle-antragsformulare-432.php.

Wenn jetzt noch alte Formblätter genutzt werden, kann es passieren, dass diese neu ausgefüllt werden müssen, da das Amt diese nicht mehr nutzen darf und ausschließlich die aktuellen Formblätter zur Beantragung von Bafög genutzt werden dürfen. Diesen Ärger gab es schon bei der Reform der Formblätter 2018. Also den Ärger sparen und diese neuen Formblätter nutzen. Wenn ihr schon Bafög mit den alten Formblättern beantragt habt, wartet einfach ab, ob diese akzeptiert werden.

Das gilt natürlich auch für alle schon eingeschriebenen Studierenden, die nun Wiederholungsanträge stellen müssen. Dafür gibt es das neue Formblatt 9.

Wir wünschen gutes Gelingen und viel Erfolg im Wintersemester. Bei Problemen und Fragen könnt ihr euch jederzeit an die Bafögberatung (beratung-b@asta-bielefeld.de) wenden.

Neue Telefonsprechzeiten ab 26.10.20

Da die Stadt Bielefeld nun auch als Corona-Risikogebiet gilt, wird der AStA-Pool weiterhin geschlossen bleiben. Ihr könnt uns ab 26.10 Wochentags unter der Nummer 0176/52735792 ab 11:00 bis 15:00 erreichen. Dienstag sind wir von 11:00 bis 15:00 telefonisch für euch da. Natürlich erreicht ihr uns weiterhin per Mail unter info@asta-bielefeld.de
Bleibt gesund! Euer AStA-Team

Stellungnahme zur Verharmlosung von sexualisierter Gewalt durch den Pressesprecher der Uni Bielefeld

Am Mittwoch (30.9.2020) sendete das Rektorat (mit dem AStA als Mitunterzeichner*in) eine Mail an alle Mitglieder der Hochschule. Inhalt dieser Mail war das Thema der versteckten Kameras bzw. dem Entdecken von Türspionen auf Toiletten innerhalb der Universität Bielefeld im Jahr 2018 und 2019. In dieser Mail wird sowohl auf die Vorfälle und den dahinter steckenden Akt der sexualisierten Gewalt in einer patriarchal strukturierten Gesellschaft, als auch auf den fehlerhaften Umgang der Hochschulleitung eingegangen. Zu kritisieren ist vor allem, dass die Mitglieder der Hochschule (auch wir als Studierendenvertretung) bei Aufkommen der Fälle nicht darüber informiert wurden.
Anliegen des AStA sind eine Aufarbeitung der Fälle, Angebote für Betroffene, sowie eine klare Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt in Hochschulstrukturen. Dafür braucht es allerdings eine deutliche Positionierung der Hochschulleitung, sowie konkrete Maßnahmen.

Verharmlosung von sexualisierter Gewalt:
Nach Veröffentlichung der Mail wurde dazu ein Artikel in der NW veröffentlicht, innerhalb dessen der Uni Pressesprecher Ingo Lohuis zitiert wird. Unter anderem geht dieser auf die Mail aus dem März ein. Darin hatte der Rektor zugesichert, dass an der Uni Bielefeld keine Fälle von Vorrichtungen auf Toiletten der Uni bekannt wären. Wie sich im Nachhinein herausstellte, waren zwei Vorfälle bekannt, über die der Rektor nach eigener Aussage zu der Zeit (zwei Jahre nach dem ersten Vorfall) noch nicht informiert worden sei.
In der NW wird Lohuis wie folgt zitiert:“ ‚Nicht an jedem Prozess ist das Rektorat beteiligt‘, sagt Lohuis. ‚Wenn zum Beispiel ein paar zerstörte Stühle zur Anzeige gebracht werden, erhält das Rektorat davon auch nicht jedes Mal Kenntnis.‘“¹

Ein solcher Vergleich ist weder tragbar noch zu akzeptieren!

Herr Lohuis, sowie die restliche Uni Leitung muss sich bewusst sein, dass diese Vorfälle nicht der reinen „Sachbeschädigung“ zuzuordnen sind, sondern es sich hierbei um klare Fälle sexualisierter Gewalt handelt! Nachdem wir in den vergangenen Monaten sehr eng mit Teilen der Hochschulleitung zusammen gearbeitet haben und es uns gelungen ist, eine Therapeutin einzustellen, die potentiell Betroffene berät, verharmlost diese Aussage Vorfälle sexualisierter Gewalt und widerspricht dem in der Mail angekündigten Anspruch von Seiten der Universität, die angibt sexualisierte Gewalt ernst zu nehmen.

Auch an dieser Stelle möchten wir nochmal auf die dafür eingerichtete Beratung verweisen:

An alle Betroffenen:
Falls ihr mit einer Person über die Situation und die Vorfälle sprechen möchtet, haben wir ab jetzt eine spezielle Anlaufstelle eingerichtet, die konkret dafür ansprechbar ist. Eine Kontaktaufnahme ist telefonisch oder per Mail möglich. Beratungsgespräche können persönlich, telefonisch oder per Video stattfinden. Alle Gespräche unterliegen der Schweigepflicht.

Ansprechpartnerin: Birthe Himstedt, Psychologische Psychotherapeutin
Tel.: 0151 53 51 29 38 / E-Mail: asta-beratung2020@riseup.net

¹ Lieselotte Hasselhoff (2020). Eklige Spanner: Bielefelder Studentinnen melden Spione auf der Uni-Toilette. Zugriff unter https://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/22871345_Fiese-Spanner-auf-den-Uni-Toiletten.html (Paywall)

Stellungnahme des AStA zu Spanner-Vorrichtungen auf Toiletten an der Uni Bielefeld (Alle E-Mails sind unten angehängt)

Am 6. März informierte die Universitätsleitung durch und mit uns über die vermehrten Vorfälle versteckter Spannerkameras auf öffentlichen Toiletten, auch an Hochschulen. Die Universitätsleitung ist nach eigenen Angaben zu der Zeit davon ausgegangen, dass die Universität Bielefeld nicht betroffen war. Bei unserer weiteren Recherche stellte sich heraus, dass in der Vergangenheit zwar keine Kameras, wohl aber Vorrichtungen für Türspione in Universitätstoiletten gefunden wurden.

Im Anschluss an die Informationen über die Vorfälle findet Ihr Kontaktdaten einer dafür eingerichteten Anlaufstelle und weiteren Unterstützungs- und Beratungsangeboten.

Liebe Studis: Sollten euch weitere Fälle bekannt sein oder euch etwas Verdächtiges auffallen, meldet euch bei uns. Wir unterstützen euch, wenn ihr euch von der Uni oder den Behörden nicht ernst genommen fühlt!

Aktuelle Lage:
Es sind zwei Fälle bekannt, bei denen Türspione auf Toiletten in der Universität gefunden wurden. Im September 2018 wurde von einer Studentin ein Türspion in einer der Kabinen der Frauengroßraumtoilette auf T0 entdeckt und unverzüglich dem Sicherheitspersonal gemeldet. Im Februar 2019 wurde ein weiterer Türspion in einer Kabinenwand der Frauentoilette auf V0-127 entdeckt.
Am 10. März 2020 wurde eine Schraube in einer Wand als verdächtiger Gegenstand gemeldet. Es handelte sich höchstwahrscheinlich um die Reparatur des ersten Falles in Form einer Schraube, welche das Loch des Spions verschließt. Diese Reparatur lässt sich von Seiten der Universität aber nicht (mehr) als solche nachvollziehen. Mittlerweile ist dieses Loch zugespachtelt. Unklar ist, ob die Türspione auch für digitale Aufnahmen gedacht waren und ob Aufnahmen existieren. Kameras wurden in keinem der Fälle gefunden.
Wir als gewählte Studierendenschaft sind in keinem der Fälle informiert worden und haben lediglich durch wiederholtes Nachfragen Informationen erhalten. Dieses Versäumnis macht uns nach wie vor sehr wütend! Nichts desto trotz sind wir in einen Austausch und eine Zusammenarbeit mit der Hochschulleitung eingestiegen. Wir möchten betonen, dass nur auf unser Drängen hin, eine Aufarbeitung dieser Fälle stattfand und stattfindet.

Versteckte Kameras und Türspione sind sexualisierte Gewalt!

Sie greifen massiv in die Privatsphäre, insbesondere von FLINTPersonen (Frauen, Lesben, inter-, non-binary-, und trans Personen) ein. Die Universität Bielefeld ist dabei kein Einzelfall, immer wieder werden ähnliche Vorfälle bekannt. Sie werden begünstigt, wenn in einer Umgebung (v. a. männliche) Gewalt normalisiert und bagatellisiert wird.
Das Zurückhalten von Informationen, das nicht öffentlich machen solcher Vorkommnisse, trägt zu einem Klima bei, in dem sich Täter(*innen) wohlfühlen. Denn das absolut grenzverletzende Verhalten bleibt tabuisiert, wird öffentlich nicht thematisiert und angegriffen.

An alle Betroffenen:
Falls ihr mit einer Person über die Situation und die Vorfälle sprechen möchtet, haben wir ab dem 1. Oktober eine spezielle Anlaufstelle eingerichtet, die konkret dafür ansprechbar ist. Eine Kontaktaufnahme ist telefonisch oder per Mail möglich. Beratungsgespräche können persönlich, telefonisch oder per Video stattfinden. Alle Gespräche unterliegen der Schweigepflicht.
Ansprechpartnerin: Birthe Himstedt, Psychologische Psychotherapeutin
Tel.: 0151 53 51 29 38 / E-Mail: asta-beratung2020@riseup.net

Außerdem sind verschiedene Unterstützungs- und Beratungsstellen der Universität Bielefeld informiert, an die Sie sich auch jederzeit wenden können.

Für Studierende:
ZSB – Zentrale Studienberatung
Gebäude X E1-224
Telefonisch über 0521 106-3017, -3019 und -67820 zu folgenden Zeiten:
Mo, Mi, Fr 10.00-11.30 Uhr und Di + Do 14.00-15.30 Uhr und Mi 17.30-18.30 Uhr
E-Mail: zsb@uni-bielefeld.de
https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/zsb/

Für Mitarbeitende aus Wissenschaft, Technik, Serviceeinrichtungen und Verwaltung:
Beratungsstelle für Mitarbeitende und Führungskräfte
Ansprechpartnerin: Heidrun Kuhnt
Tel. 0521 106-67636 / E-Mail: heidrun.kuhnt@uni-bielefeld.de

Externe Anlaufstellen:

Frauennotruf Bielefeld e.V. in der Universität Bielefeld
(Universität Bielefeld, Raum L3-119)
Tel.: 05 21 106-4208]
Do: 12:00-14:00 Uhr
aktuelle Anpassungen wegen COVID-19: Beratung für Student*innen: https://www.uni-bielefeld.de/gender/frauennotruf.html
Für Beschäftigte: https://www.uni-bielefeld.de/gender/frauennotruf.html

Frauennotruf Bielefeld e.V.
Rohrteichstraße 28, 33602 Bielefeld (Eingang von der Jüngststraße)
Tel.: 05 21 12 42 48 / E-Mail: info@frauennotruf-bielefeld.de
Online-Beratung: https://www.frauennotruf-bielefeld.de/de/wir-bieten-an/onlineberatung/

Psychologische Frauenberatung e.V.
Frauenberatungsstelle Bielefeld
Ernst-Rhein-Str. 33, 33613 Bielefeld
Tel.: 05 21 12 15 97 / E-Mail: info@frauenberatung-bielefeld.de
Online-Beratung: https://frauenberatung-bi.beranet.info

Psychologischer Beratungsdienst
Marktstr. 2-4, 33602 Bielefeld
Tel.: 05 21 13 24 15 / E-Mail: beratungsdienst@gfs-bielefeld.de
Online-Beratung: https://www.gfs-bielefeld.de/beratungsdienste/online-beratung/

TransInterQueer e.V.
Gürtelstr. 35, 10247 Berlin
E-Mail: beratung@transinterqueer.org
Beratung: https://www.transinterqueer.org/beratung/persoenliche-trans-inter-beratung/
Wildwasser Bielefeld e.V.
Sudbrackstr. 36A, 33611 Bielefeld
Tel.: 05 21 17 54 76 / E-Mail: info@wildwasser-bielefeld.de
Online-Beratung: https://wildwasser-bielefeld.de/online-beratung.html

Hier die Mails des Rektors vom 6.3.2020 & 30.9.2020:

http://asta-bielefeld.de/asta/wp-content/uploads/2020/10/Mail-Rektorat-30.9.2020.pdf

http://asta-bielefeld.de/asta/wp-content/uploads/2020/10/Mail-Rektor-06.03.2020.pdf

Die Antragsfrist zum Corona-Nothilfefonds läuft bald ab!

Bis einschließlich 30.09.20, 00:00 Uhr können Anträge noch eingereicht werden! Alle fehlenden Unterlagen die seit Beginn dieser Woche (28.09.20) bearbeitet wurden, können noch bis 02.10.20 nachgereicht werden! Alle Anträge oder Nachreichungen können danach leider nicht mehr bearbeitet werden.

Pressemitteilung: Studierende weiter in finanzieller Not – Nothilfefonds an der Uni Bielefeld weiter auf Spenden angewiesen

Gemeinsam mit der Universitätsgesellschaft und der Universität Bielefeld hat der AStA der Uni Bielefeld einen Corona-Nothilfefonds initiiert. Seit dem 01. September können sich Studierende der Universität Bielefeld für eine einmalige finanzielle Unterstützung bewerben. Bisher haben bereits weit über 400 Personen diese Möglichkeit genutzt. Der AStA rechnet damit, dass diese Zahl bis Ende des Monats nochmal deutlich steigen wird, zumal es seit dieser Woche möglich ist, die Anträge zusätzlich auch über ein Onlineformular einzureichen.

Dazu erklärt Annika Vinzelberg, Vorsitzende des AStAs der Uni Bielefeld:

„Die Tatsache, dass bereits jetzt so viele Anträge eingereicht wurden, bestätigt uns in unserer Befürchtung, dass es auch weiterhin einen hohen Bedarf gibt. In diesem Monat läuft die sogenannte „Überbrückungshilfe“ des Bundesministeriums aus und schon bisher hat sie viele die auf Hilfe angewiesen wären nicht oder nicht ausreichend erreicht. Wir sehen aktuell an den eingereichten Anträgen, wie prekär die Situation oftmals ist. Gerade Studierende mit Kindern sind momentan oft in einer wirklich schwierigen Lage und werden völlig im Stich gelassen, aber auch andere stehen teilweise komplett ohne Einkommen da und wissen nicht, wie sie ihre Miete oder Lebensmittel bezahlen sollen.“

Aktuell werden die eingehenden Anträge vom AStA bearbeitet. Eine Auszahlung wird im Oktober erfolgen. Dabei wird unter allen zugelassenen Anträgen über eine Priorisierung eine Auswahl getroffen. Mit dem derzeitigen Spendenstand von 41.100€ können etwa 82 Studierende unterstützt werden.

Sven Wolski, ebenfalls AStA-Vorsitz, ergänzt:

„Die Bundesregierung versagt darin, die Finanzierung von Studierenden zu ermöglichen. Ausgeglichen werden muss das bundesweit mit privat finanzierten Nothilfefonds wie unserem. Das ist kein Zustand, der auf Dauer so bestehen bleiben kann. Corona ist keine kurzweilige Sache die sich mit einer einmaligen Überbrückung regeln lässt. Das Thema wird uns auch die nächsten Monate noch begleiten und wir erwarten, dass das Bundes- und auch Landesministerium dafür Lösungen findet.
Wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die uns Studierende hier nicht alleine lassen und den Nothilfefonds bereits mit einer Spende unterstützt haben. Gleichzeitig müssen wir mit Blick auf das Spendenkonto leider sehen, dass wir nicht allen die es finanziell dringend nötig hätten am Ende helfen können. Unser Fonds ist weiterhin auf Spenden von Privatpersonen angewiesen und wir hoffen, dass bis Ende des Monats noch ein paar Spenden dazu kommen.“

Bis zum 30. September 2020 können Spenden unter Angabe des Verwendungszwecks „Corona-Hilfsfonds 2020“ auf folgendes Konto überwiesen werden:

Empfänger: Universitätsgesellschaft Bielefeld
IBAN: DE90 4805 0161 0000 0522 09
BIC: SPBIDE3BXXX
Sparkasse Bielefeld

Weitere Informationen zum Nothilfefonds finden sich auf der Seite des AStAs: http://asta-bielefeld.de/asta/corona-nothilfefonds/

Der gemeinsame Spendenaufruf mit der Universitätsgesellschaft und Universität Bielefeld findet sich hier: https://www.uni-bielefeld.de/ugbi/corona-hilfsfonds.html

Finanzielle Situation von Studierenden bleibt prekär – Nothilfefonds eingerichtet

Zum 01.09. starten wir als Allgemeiner Studierendenausschuss in Kooperation mit der Universitätsgesellschaft und unterstützt durch die Universität Bielefeld einen Corona-Nothilfefonds. Hierfür können sich alle Studierenden der Universität Bielefeld den ganzen September über bewerben. Im Anschluss findet ein Vergabeverfahren statt, bei dem möglichst das gesamte bis dahin zusammengekommene Geld vergeben werden kann.

Als AStA sind wir froh, dass es diesen Fonds nun gibt, mit der Situation zufrieden sind wir aber nicht. Durch Corona hat sich die ohnehin schon prekäre Lage vieler Studierender nun noch einmal drastisch zugespitzt. Viele haben ihre Nebenjobs verloren oder konnten sainsonale Jobs auf die sie angewiesen sind, um sich das restliche Jahr auf ihr Studium zu konzentrieren, nicht antreten. Hinzu kommen die erhöhte Belastung die eine Pandemie für uns alle darstellt und die Umstellung auf ein Online-Semester für das teilweise technisches Equipment erst noch angeschafft werden musste. BaföG ist bei weitem nicht für alle zugänglich, andere Ansprüche auf Sozialleistungen gibt es in der Regel nicht. Dass hier vom Bundesministerium eine angebliche „Überbrückungshilfe“ von maximal 500€ Kontostand als große Hilfe angepriesen wurde und wird, ist in der Situation einfach dreist. Wer soll bei einem maximalen Kontostand von 500€ Miete, Lebensmittel und Semesterbeitrag zahlen können? Zumal völlig unklar ist, wie es in den nächsten Monaten weiter gehen soll. Für Studierende braucht es endlich Sicherheit, um nicht in die Exmatrikulation getrieben zu werden.

Aus diesem Grund haben wir nun einen Nothilfefonds aus privaten Mitteln ins Leben gerufen. Studierende die bisher durchs Raster fielen, wie beispielsweise Internationale Studierende oder Studierende mit Kindern, können wir so hoffentlich zumindest einmalig etwas entlasten. Eine dauerhafte Lösung kann das aber nicht sein. Im Gegenteil: Wir können über die Universitätsgesellschaft einmalig 500€ auszahlen und auch nur an Studierende mit einem durchschnittlichen Monatseinkommen, welches in den letzten drei Monaten deutlich unter dem Existenzminimum gelegen haben muss, mehr Geld ist (bisher) schlicht nicht da. Damit kann und soll das Bundesministerium nicht aus der Verantwortung gezogen werden. Hier erwarten wir, genauso wie von der Landesregierung, weitere und langfristige Maßnahmen zur Unterstützung der Studierenden. Es kann nicht sein, dass die Existenzsicherung tausender Studierender durch private Spenden finanziert werden muss. Trotzdem rufen wir alle dazu auf, tätig zu werden und das Versagen der Politik durch einen privaten Beitrag für Studierende zumindest etwas auszugleichen. Aktuell sind 36.000€ an Spenden zusammen gekommen. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken und auch der Universitätsgesellschaft unseren Dank für die Unterstützung aussprechen.

Weitere Informationen zu den Kriterien und dem Vergabeverfahren des Nothilfefonds findet ihr hier: http://asta-bielefeld.de/asta/corona-nothilfefonds

Online-Vortragsreihe vom AK Asyl e.V.

Vom 04. September bis 06. Oktober 2020 organisiert der Allgemeine
Studierendenausschuss (AStA) in der Universität Bielefeld in Kooperation
mit dem AK Asyl Bielefeld eine Online-Vortragsreihe zu Asyl- und
Aufenthaltsangelegenheiten: Einblicke in die von Corona gestellten
Herausforderungen.

In dieser Vortragsreihe werden Mitarbeiter der AK Asyl Bielefeld mit
euch einige Fragen im Ausländerrecht thematisieren und die Möglichkeit
bieten gemeinsam zu diskutieren:

Securing residencey for International students in insecure times /
Aufenthaltsverfestigung in unsicheren Zeiten für ausländische Studierende

  • Özkan Aksoy & Asser Nafie
  • Freitag 04.09.20 / 12 – 14 Uhr (Anmeldung bis 02.09.)

Europäische Asylpolitik

  • Özkan Aksoy & Tobias Reher
  • Dienstag 08.09.20 / 12 -14 Uhr (Anmeldung bis 04.09.)

Minderjährig, allein und Geflüchtet

  • Franziska Fritz & Kristin Nahrmann
  • Dienstag 15.09.20 / 14 – 16 Uhr (Anmeldung bis 10.09.)

Asylverfahren während der Koronazeiten

  • Paulina Müller & Tobias Reher
  • Dienstag 22.09.20 (Podcast)

Einführung in die Thematik traumatisierter Geflüchteten

  • Kathrin Dallwitz & Jinga Rempe
  • Dienstag 29.09.20 / 12 – 14 Uhr (Anmeldung bis 22.09.)

Aufenthaltsrecht in Krisenzeiten

  • Özkan Aksoy & Asser Nafie
  • Dienstag 06.10.20 / 12 – 14 Uhr (Anmeldung bis 01.10.)

Die Online-Veranstaltungen finden jeweils im Webinar-Format statt. Die
Teilnahme an den Vorträgen ist gebührenfrei, erfordert jedoch eine
vorherige Anmeldung bis zum o.g. Anmeldefrist. Zur Anmeldung senden Sie
bitte Ihren Namen, Einrichtung und Studiengang mit der Auswahl der
gewünschten Veranstaltung(en) an: ak-regio@ak-asyl.info. Sie erhalten
dann per E-Mail eine Einladung zum jeweiligen Webinar mit den Zugangsinfos.

Der Vortrag zum Asylverfahren während der Koronazeiten wird als Podcast
aufgezeichnet und könnte ab dem 22.09.20 von der Webseite des AK Asyl
oder des AStA abgerufen werden.