Neue Mitgärtner*innen gesucht

Wir, die Urban Gardening AG des AStA der Uni Bielefeld, sind eine selbstorganisierte und basisdemokratische AG des AStA und bewirtschaften eine kleine Fläche am ZiF oben an der Wertherstrasse (max. 10 Minuten Fußweg vom Hauptgebäude). Gegründet um Studierenden einen möglichst niedrigschwelligen Einstieg ins Urban Gardening zu ermöglichen, können Studierende der Uni Bielefeld einzeln, in Paaren oder als Gruppe eine kleine Fläche ab ca. 10m2 beackern. Vorerfahrungen sind ausdrücklich nicht notwendig, da sich ausprobiert werden soll. Da wir vor Ort einen Geräteschuppen haben, muss auch nichts mitgebracht werden.

Wenn Ihr also Interesse haben solltet und mehr Wissen wollt, meldet euch bitte unter: gardening@asta-bielefeld.de

Urban Gardening AG AStA Uni Bielefeld

Informationen zu hybrider Lehre

Es wurde jetzt vermehrt an uns herangetragen, dass es Probleme damit gab, dass Dozierende ihre Veranstaltungen nur in Präsenz anbieten und nicht – wie z.T. vorher angekündigt – hybrid. Grundsätzlich ist es richtig, dass die Universitäten verpflichtet sind, die Lehre vorrangig in Präsenz und nur in didaktisch begründeten Ausnahmefällen digital anzubieten. Die Universität empfiehlt allerdings, nach Möglichkeit auch hybride Formate anzubieten – das wurde so auch mit den Studiendekan*innen kommuniziert, die das an die Lehrenden weitergeben sollten. Die hybriden Formate gelten als Präsenzveranstaltungen. Wenn es also Lehrende geben sollte, die annehmen, dass sie keine hybriden Formate mehr anbieten können, weil sie in Präsenz lehren sollen, dann könnt ihr sie darauf hinweisen und gegebenenfalls über die Studiendekan*innen aufklären, dass da eventuell Missverständnisse aufgetreten sind. Grundsätzlich gibt es leider kein Recht auf hybride Möglichkeiten, da die Gestaltung ihrer Veranstaltungen in dieser Hinsicht den Lehrenden obliegt. Eventuell können bei entsprechenden Problemen aber auch Eure Fachschaften vermitteln. Sie leisten tolle Arbeit und werden ihr Möglichstes tun, um Euch zu unterstützen. Natürlich sind wir bei Problemen auch jederzeit für Euch ansprechbar. Schreibt uns dazu am besten eine Mail an: info@asta-bielefeld.de oder kommt zu unseren Öffnungszeiten im AStA-Pool auf der Galerie vorbei.

Wir wünschen allen Studierenden einen guten Semesterstart und hoffen ihr kommt gut ins Präsenzsemester.

We have increasingly been told that there were problems with the fact that lecturers only offer their courses in person and not – as previously announced – hybrid. In principle, it is correct that the universities are obliged to offer teaching in person and only in didactically justified exceptional cases digitally. However, the university recommends offering hybrid formats if possible – this was also communicated to the deans of studies, who should pass it on to the lecturers. The hybrid formats are considered in-person-events. So, if there are teachers who assume that they can no longer offer hybrid formats because they are supposed to teach in person, you can point this out to them and, if necessary, clarify through the deans of studies that there may have been misunderstandings. Unfortunately, there is no right for hybrid options, since the design of their courses is the responsibility of the lecturers. If there are problems, your student councils “Fachschaft” can also be mediated. They are doing a great job and will do their utmost to support you. Of course, we are always available for you if you have any questions. It is best to send us an email to: info@asta-bielefeld.de or drop by the AStA pool during our opening hours.

Pressefeindlicher Uni-Professor Martin Schwab steckt tief im Verschwörungssumpf

Am vergangenen Freitag, den 18.03.2022, hielt Professor Dr. Martin Schwab auf einer verschwörungsideologischen Demo der Gruppe „Bielefeld steht auf“ auf dem Kesselbrink in Bielefeld eine über 30-minütige Rede. Schwab ist Professor für Bürgerliches Recht, Verfahrensrecht und Unternehmensrecht an der Universität Bielefeld und ist Spitzenkandidat der Querdenken-nahen Kleinstpartei „Die Basis“ für die Landtagswahl in NRW im kommenden Mai. In seiner Rede unter dem Motto „Propaganda-Narrative“ hetzte Schwab gegen Presse und Medien, skandierte mit dem Demo-Publikum „Lauterbach muss weg“, „Widerstand, Widerstand“, „Scholz muss weg“ und beschuldigte Lauterbach der Volksverhetzung. Alle Journalistinnen, die über die in der coronaleugnerischen Szene dominanten menschenfeindlichen Ideologien und die Präsenz rechter Strukturen und Personen berichten, bezichtigte Schwab im martialischen Duktus der Volksverhetzung und Verharmlosung des Holocaust. Diese Rede ist aber kein einmaliger Ausrutscher, Martin Schwab fungiert bereits seit ihrem Beginn als juristischer Stichpunktgeber der verschwörungsideologischen Corona-Leugnerinnen-Szene. Wie ein Artikel des Recherche Kollektiv OWL zeigt, hat Schwab sich in den letzten 24 Monaten für den Großteil seiner Online-Auftritte seines Büros in der Universität Bielefeld sowie der technischen Infrastruktur der Uni bedient. 19 Auftritte beim einschlägig bekannten „Corona-Ausschuss“ um Justus P. Hoffmann und Rainer Füllmich wurden aus Schwabs Uni-Büro gestreamt. Justus P. Hoffmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter von Martin Schwab an der Uni Bielefeld. Über Schwabs offizielle Uni-Seite ist eine 182-Seiten starke Verteidigungsschrift für den verschwörungsideologischen Akteur Wolfgang Wodarg zu erreichen. In diesem Dossier trifft Prof. Dr. Schwab wissenschaftlich überholte oder unhaltbare Aussagen wie, dass Corona eine gewöhnliche Grippe sei, es keine Übersterblichkeit gäbe oder das Lockdown-Maßnahmen keinen Einfluss auf die Pandemie hätten.


Für die Universität Bielefeld waren die Aktivitäten von Schwab bisher kein Grund tätig zu
werden oder sich auch nur von ihrem Professor zu distanzieren: Im Sommer äußerte sich die Universität auf Anfrage der Neuen Westfälischen zu der Verbreitung medizinischer
Falschinformationen durch Schwab wie folgt: „Diversität von wissenschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Meinungen ist Teil der Universität Bielefeld als Institution.“ Solange keine verfassungsrechtlichen Grenzen überschritten würden, seien die Aussagen von Schwab von der Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit gedeckt. Im Publikum seiner Rede am Freitag befanden sich Neonazis, Mitglieder der Identitären Bewegung, Holocaustleugnerinnen und Mitglieder der AFD. Dies und die weiteren engen Kontakte von Schwab in die rechte Szene dokumentiert der Artikel des Recherche Kollektiv OWL. Zu Schwabs rechten Kontakten hieß es im Sommer von der Universität nur: „Wir gehen davon aus, dass Professor Schwab seinen Pflichten als Beamter entsprechend die demokratische Grundordnung vertritt.“ Nachdem es durch die Veröffentlichung der Recherchen des Recherche Kollektivs OWL vermehrt zu öffentlichen Druck kam, konnte die Uni sich dazu durchringen einen Tweet abzusetzen, der beinhaltet, dass man bzgl. der Einschätzung der Pandemie „anderer Meinung“ sei als Schwab. Das kann allerdings nicht alles gewesen sein. Als Studierende der Uni Bielefeld betreffen uns Schwabs Aktivitäten unmittelbar. Wir haben ein Recht auf eine Uni, die sicherstellt, dass keine Falschinformationen und Verharmlosungen der Covid-19-Pandemie in ihren Räumen verbreitet werden. Wir haben ein Recht auf Lehrende, die keine Kontakte zu Neonazis pflegen und kritische Berichterstattung in juristisch unhaltbarer Weise als „Volksverhetzung“ bezeichnen und Journalistinnen drohen.

Informiert Euch und fordert die Uni-Leitung dazu auf, sich zu Schwab zu verhalten. Es ist
Euer Studium und Eure Uni und Ihr solltet mitbestimmen, was an der Uni Bielefeld passiert.

Für den AStA der Universität Bielefeld ist klar: Mit seiner vor verschwörungsideologischen
Narrativen triefenden Rede hat Schwab endgültig Grenzen überschritten. Ein Juraprofessor, der vor einer enthemmten Menge Pressevertreterinnen droht, den Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach der Volksverhetzung bezichtigt und bewusst Kontakte zu bekannten Neonazis pflegt, ist für uns unvereinbar mit dem Neutralitäts- und Mäßigungsgebot für Professorinnen und schlicht und einfach nicht vereinbar mit den
Grundwerten der Universität Bielefeld. Wir fordern die Universitätsleitung auf, sich von
Martin Schwab zu distanzieren und seine Aussagen zu verurteilen.

Missstände bei der Beschäftigung studentischer Hilfskräfte an der Uni

Mit Beginn des Wintersemesters 21/22 hat die Universität Bielefeld Kontrollen des 3-G Status eingeführt, um eine (teilweise) Rückkehr zu Präsenz-Veranstaltungen zu ermöglichen ohne zum Ansteckungsherd zu werden.
Es war eine naheliegende Entscheidung die entstandenen Jobs an Studierende zu vergeben. Ihre Aufgabe besteht darin vor den Hörsälen und verschiedenen Gängen im Gebäude Passierenden die Impf-, Test- oder Genesenennachweise vorzeigen zu lassen. Die
Arbeitsverträge wurden bis zum Ende des Semesters angesetzt.
Natürlich waren viele Studierende erst einmal froh über eine solche Arbeitsmöglichkeit, haben doch viele wegen der Pandemie ihre Jobs verloren. Doch schnell kam es vermehrt zu
Frustration der Studierenden durch die sich häufenden Probleme in Organisation,
Kommunikation und Pünktlichkeit der Bezahlung der Gehälter.
Schon direkt zu Beginn der Einführung der Kontrollen gab es die ersten Komplikationen: Zu
vielen Studierenden wurde Arbeit zugesagt und dann gab es nicht genug Schichten zu
verteilen. Das endete darin, dass einige Studierende, die sich auf den zugesicherten Job
verlassen hatten, in finanzielle Not geraten sind.
Im Laufe der Monate kam es dann immer wieder zu verspäteten Auszahlungen des Gehalts. Vertraglich geregelt ist, dass das Geld am jeweils 15. des Folgemonats überwiesen wird. Uns liegen Fälle vor in denen Studierende seit Oktober mindestens drei Mal ihren Lohn verspätet bekommen haben. Auszahlungen aus dem Dezember 2021 ließen bei einigen Studierenden bis Mitte Februar 2022 auf sich warten. Das führte zu akuten Problemen für die Arbeitenden, denn die Miete muss natürlich trotzdem pünktlich gezahlt werden und bei Studierenden mit Minijob handelt es sich vermehrt um Personen, die eher keine finanziellen Rücklagen haben, um eine verspätetes Monatsgehalt mal eben zu überbrücken. Auf Nachfrage hieß es immer nur, dass es leider dauere, weil eine einzelne Person in der Verwaltung krank sei. Wir finden, dass etwas so Wichtiges, wie die pünktliche Zahlung des Gehalts von hunderten Arbeitenden auf gar keinen Fall in so einem Ausmaß von einer Einzelperson abhängig sein darf.
Auch die Arbeitseinteilung und der Arbeitsplan waren undurchsichtig und schlecht organisiert. Den Angestellten wurden teilweise verschiedene Zeiten mitgeteilt oder sie erfuhren viel zu kurzfristig von ihren Arbeitszeiten. So kam es dazu, dass Studierende zu ihren Schichten nicht erscheinen konnten, weil sie schlichtweg nicht von ihnen wussten oder verschiedene Pläne nicht übereinstimmten.
Besonders im Dezember wurden die Studis allein gelassen. Die Urlaubsregelungen waren erst völlig unklar und erst am 08.12.2021 wurden die Angestellten nach vielen Nachfragen und Beschwerden dann darüber informiert, dass sie für Dezember keinen Urlaub beantragen müssen sondern die Zeit der Weihnachtsschließung vollständig vergütet wird und der Urlaub damit abgegolten sei. Dadurch kam es bei vielen Studierenden zu Überstunden, die einfach ohne Ausgleich gestrichen wurden. Es ist vollkommen inakzeptabel, dass die Arbeit von Studierende nicht bezahlt wurde.
In allen Fällen wurde von der Uni kaum bis keine Verantwortung übernommen. Es gab keine
klare zentrale Ansprechperson für die Studierenden. Stattdessen wurde jede Zuständigkeit
von sich auf den Sicherheitsdienst gewiesen, der wiederrum (zurecht) auf die Uni verwies.
Inzwischen haben die Studierenden in einigen Fällen herausgefunden an wen sie sich womit wenden können, allerdings nur weil sie untereinander Informationen dazu teilen bei wem sie worauf eine Antwort ergattern konnten.
Es gab in den letzten Monaten kaum Bemühungen für die aufgetreten Probleme schnell klare Lösungen zu finden. Und natürlich hatten Studierende, aufgrund der auslaufenden Verträge, auch Angst sich zu beschweren. Es ist immer noch unklar, wie es für die Studis nach dem Semester arbeitstechnisch weitergeht.


Überdies verwundert es kaum noch, dass nun alle Universitätsmitarbeiterinnen ihre im neuen Tarifvertrag festgelegte „Corona Sonderzahlung“ in Höhe von 1300€ ausgezahlt bekommen (was letztlich auch nur ein Trost für eine ausgebliebene Lohnerhöhung ist), während ihre studentischen Kolleginnen auf den Hilfskraftstellen mit keinem Cent
berücksichtigt werden, da sie nicht gewerkschaftlich vertreten sind und ihnen somit die
Richtlinien der Beschäftigung einseitig von den Hochschulen diktiert werden.


Wir als AStA der Universität Bielefeld fordern die Universität auf:

  • für die Beschäftigten Studierenden eine klare Ansprechperson zu stellen
  • zum vertraglich festgehaltenen Datum die Gehälter zu überweisen
  • Beschwerden der Studierenden ernst zu nehmen sowie dies Studierenden
    wertzuschätzen

Veränderte Öffnungszeiten in den Semesterferien

In den Semesterferien hat der AStA-Pool veränderte Öffnungszeiten. Wir sind Montags bis Donnerstags von 10 bis 14 Uhr für euch da. In den Zeiten erreicht ihr uns auch unter 0521/106 3423 und natürlich per Mail.

Bitte beachtet: Im Pool herrscht weiterhin Maskenpflicht und es dürfen maximal fünf Personen im Pool sein!

Bestätigung eines weiteren Coronasemesters

Die Landesregierung hat entschieden, dass sich auch in NRW die individualisierte Regelstudienzeit im aktuellen WiSe 21/22 um ein Semester verlängert. Die dazu nötige Änderung der Corona-Epidemie-Hochschulverordnung soll in den kommenden Tagen in Kraft treten.


Was kann das für euch bezüglich Studium und BAföG beraten?

  • mehr Zeit für euer Studium
  • mehr Zeit, bis ihr den Leistungsnachweis erbringen müsst
  • mehr Zeit für einen Studiengangswechsel
    Wenn ihr wissen wollt, wie sich diese Entscheidung auf euren Einzelfall auswirkt, berät euch die BAföG-Beratung gerne

Alle Informationen findet ihr hier https://www.mkw.nrw/presse/regelstudienzeit

Stellungnahme des AStA der Uni Bielefeld mit Bezug auf das Rundschreiben von Dr. Christian Fritz-Hoffmann

Am Montag, den 13.12.2021, ging ein Rundschreiben von Dr. Fritz-Hoffmann unter anderem 
auch gezielt an uns als AStA ein. Bisher sahen wir uns nicht als genug in die vorausgehenden Konflikte zwischen dem Dozierenden der Fakultät Soziologie und seinen Studierenden, in Vertretung ihrer Fachschaften, involviert, um uns initiativ zu äußern. Das jüngste Vorgehen von Dr. Fritz-Hoffmann sehen wir allerdings derartig kritisch, dass wir es nicht unkommentiert lassen wollen.  

Bereits am 24.11.2021 veröffentlichte Dr. Fritz-Hoffmann im E-Mailarchiv der 
Lehrveranstaltung 300203 „Einführung in die qualitativen Methoden II“ eine Nachricht an die Teilnehmer*innen der Vorlesung, in der er den Studierenden „ganz dringend“ davon „abrät“ sich zukünftig an die Fachschaften zu wenden, sollten sie Beschwerden bzgl. seiner 
Lehrveranstaltung haben. Als wäre das nicht genug, droht er damit „juristische Schritte“ gegen Fachschaftsvertreter*innen einzuleiten, sollte der AStA oder andere öffentliche Stellen ihn nochmal mit bereits angesprochenen Problematiken behelligen. Diese Mail ist öffentlich zugänglich. 

Nicht mal einen Monat später erreichte uns nun zusätzlich das zu Beginn erwähnte 
Rundschreiben, in dem Dr. Fritz-Hoffmann nochmal deutlich schärfer im Ton wird. Darin 
kündigt er an ein eigenes Beschwerdesystem für seine Veranstaltungen aufbauen zu wollen. Daran ist erstmal nichts auszusetzen. Dass er aber gleichzeitig regelrecht untersagen will, dass Studierende sich an ihre rechtmäßige Anlaufstelle in Form der Fachschaften wenden, wenn sie Probleme haben, ist skandalös. Geht es nach dem Dozierenden, so will er sich in Zukunft selbst aussuchen an welche Stelle er sich wendet, wenn ein*e Studierende*r ein Problem mit ihm hat. Auch in dieser Mail droht er mit der Einleitung „juristischer Schritte“ und betont dabei, wie genau er Fachschaftsvertreter*innen bei der Ausübung ihrer Aufgaben im Auge hätte, um Einzelpersonen juristisch angehen zu können. Hier hinzuzufügen ist, dass er viele Klarnamen nennt. Einerseits zieht er damit Leute in die Sache mit rein, die fast unbeteiligt sind/waren, andererseits stellt er Personen so halb öffentlich innerhalb des Verteilers an den Pranger. Beides ist problematisch. 


Offenbar hat Dr. Fritz-Hoffmann den Blick für die hierarchische Situation zwischen 
Dozierenden und Studierenden in diesem Konflikt verloren und reflektiert seine 
Machtposition nicht, was wir als äußerst kritisch bewerten. 


Wir als AStA möchten an dieser Stelle betonen, dass wir uns nicht gegen andere 
Studierendenvertreter*innen ausspielen lassen und ganz sicher nicht nach dem Geschmack und Wohlbefinden von Dozierenden beratend tätig werden! Unsere Aufgabe ist, genau wie die der Fachschaften, die Interessen der Studierenden zu vertreten und nicht eine angenehme Option für einen Dozierenden darzustellen, wenn er mit der Arbeit der zuständigen Fachschaft unzufrieden ist. 

Die Eskalation von Dr. Fritz-Hoffmann finden wir nicht nur unangebracht und unverständlich, sie macht auch sein „Bedauern“ über die Situation in unseren Augen unglaubwürdig. 

Wir wollen alle Studierenden dazu ermutigen weiterhin die Beratungen und Hilfsangebote 
aller Stellen ihrer studentischen Vertretung in Anspruch zu nehmen, wenn sie diese benötigen und solidarisieren uns mit den Fachschaften. 

Weihnachtsschließung AStA

Wir schließen den AStA-Pool vom 20.12.2021 bis zum 07.01.2022.
Wir lesen weiterhin unsere Mails und auch die Beratungen sind weiter per Mail zu erreichen. Es kann aber zu Verzögerungen bei der Beantwortung von Anfragen kommen. Ab dem 10.01 sind wir dann wieder wie gewohnt in unseren Öffnungszeiten für euch da.
Bis dahin wünschen wir euch schöne Feiertage und ein frohes neues Jahr.

Dritte Auszahlung des Corona-Nothilfefonds für Studierende in prekärer Lage

Zum dritten Mal hat der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Bielefeld im Zuge des „Corona-Nothilfefonds“ nun Geld an Studierende in finanzieller Notlage verteilt. Durch eine Spende des Studierendenwerks können nochmal jeweils 500€ an 119 Studierende überwiesen werden.

Der im September 2020 durch die Universitätsgesellschaft und den Allgemeinen Studierendenausschuss ins Leben gerufene Nothilfefonds konnte somit insgesamt 374 Studierende durch Spendeneinnahmen in Höhe von 187.000€ unterstützen. Er konnte damit gezielt Studierenden unter die Arme greifen, die durch die Corona-Pandemie in finanzielle Not geraten sind. Der Bedarf ist weiterhin hoch, wie die vielen eingegangenen Anträge gezeigt haben.

„Wir hoffen so vor allem auch Studierende etwas entlastet haben zu können, die sonst oft durchs Raster fallen, wie z.B. internationale Studierende oder Eltern.“, sagt Maximilian Hampel, Vorsitzender des AStAs, „eine dauerhafte Lösung ist das aber natürlich für die betroffenen Studierenden nicht. Im Gegenteil: Das erste Ausschlusskriterium war das durchschnittliche Monatseinkommen. Mit unter 550€ leben die Personen dauerhaft deutlich unter dem Existenzminimum. Wie es für sie in den nächsten Monaten weitergehen soll, ist häufig völlig unklar. Die Politik versagt weiterhin komplett dabei Studierende in dieser Pandemie zu unterstützen.“

Viele haben in Zeit der Pandemie ihre Nebenjobs verloren, z.B. durch die Schließung von Clubs, Bars und Geschäften. Die immer weiter ansteigenden Inzidenzen und die neue Omikron-Variante führen nicht nur zu einem angespannten Markt für Studi-Jobs, sondern auch zu Verschärfungen der Maßnahmen an der Universität.

„Die Annahme, dass es ein ‚normales‘ Semester für die Studierenden gäbe, ist Augenwischerei. Die zusätzlichen psychischen und finanziellen Belastungen während der Pandemie sind auch für Studierende enorm.“, sagt Ida Latendorf, Vorsitzende des AStAs, „BAföG ist bei Weitem nicht für alle zugänglich und andere Ansprüche auf Sozialleistungen gibt es in der Regel nicht. Für Studierende braucht es endlich Sicherheit, um nicht in die Exmatrikulation oder den gesundheitlichen Zusammenbruch getrieben zu werden.“

Der AStA schließt sich damit den Forderungen der Bundesstudierendenvertretung nach einem erneuten Solidarsemester an. Das bedeutet unter anderem die Nicht-Anrechnung von Prüfungsversuchen und die Verlängerung der Regelstudienzeit, um ein weiteres Semester – womit die Möglichkeit verbunden wäre auch ein halbes Jahr länger BAföG zu erhalten.